Montag, 2. November 2015

Teenager-Geburtstag

Die Karte hat ihre Empfängerin erreicht und kann hiermit auch gezeigt werden: Voila!





Der Mädchen-Stempel stammt von Indigo Blu, das Schild sowie der "Bürgersteig" von Stampin' up. Die Mauer wurde mit Marabu Art Crayons von einer Dutch Doobado-Schablone gefertigt, der "Graffito"-Schriftzug ist eien Schablone von FAB Stencils. coloriert wurde der Teenie mit Tchibo-Tuschestiften und Wassertankpinsel.

Dienstag, 13. Oktober 2015

Hallo Wien!

Nachdem ich die Frosch-Halloween-Karte von letztem Jahr zu zeigen vergessen habe, hole ich sie hier einfach nach ... und vielleicht fällt mir ja noch was in die Finger.

"Frankulina im Wunderland" stammt von diesem Jahr. Verwendet wurde ein Stempel von Whiff of Joy und einer unbekannter Herkunft (die Pilze). Coloriert mit Aquarellstiften auf Tedi-Aquarellpapier (man sieht die Filzmarkierung im Nachthimmel.

"Frogula" weiter unten hat einen Hintergrund aus Bister (Rußpigmentpulver), Stempel vom Kaleidoskop (Burg, Frogula), die dahingestreckte Fröschin stammt von HeinDesign und Nellie Snellen stellte die 3 fliegenden Froschbräute Frogulas zur Verfügung.


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Die Hintergrund-Stempel für die Mumie stammen von Kaleidoskop Motivstempel: Sonnenvogel, und Sphinx, sowie die Dünen aus eigener Feder. Das Ank kann ich momentan leider nicht zuordnen. Die Mumie ist mit Washitape aufgeklebt und frei nach Schnauze ausgeschnitten :-)

Freitag, 9. Oktober 2015

Lollipops



Heute eine Karte, die ich mit der Monoprinting-Technik gewerkelt habe. Dazu eignet sich alles, was glatt, handlich, leicht zu reinigen und einigermaßen biegsam ist. Es gibt spezielle Werkzeuge zB die Gelliplate (in verschiedenen Formaten). Ich habe mich lieber bei meinen eigenen Bastelsachen nach einer passenden Druckplatte umgesehen. Auf die glatte und flexible Rückseite einer runden Silikon-Gussform von Krafty Lady habe ich cremige Acrylfarben direkt aus der Tube aufgetragen und ein wenig gemischt. Dann habe ich die Form aufs Papier gedrückt und vor dem Abheben ein bisschen gedreht, damit sich die Farben verwirbeln.
  Man kann die Farbe natürlich auch direkt auf eine abwaschbare Backfolie aufbringen und das Papier darüberziehen, oder mit einer Walze verteilen. Man muss nur schnell arbeiten, da Acrylfarbe rasch trocknet. Außerdem habe ich keine guten Erfahrungen mit der Farbe auf meiner Walze gemacht. Das Gummi war schwierig zu reinigen und nachher unangenehm klebrig. Daher lieber mit einem Papier abhalten.



Monoprints rechteckig, mit cremiger Wasserfarbe und Acryl.
So lassen sich schöne Hintergründe gestalten, oder, wie in diesem Fall, ein Motiv.
  Der fertige Abdruck lag eine Weile im Fundus, als mir irgendwann die weitere Idee kam. Mit einem Reststreifen Stempelgummi vom Montieren habe ich Stiele an die Lollies gestempelt, mit einem gelben Pitt Artist-Stift die Kante akzentuiert und mit Buchstabenstempeln das Wort LOLLIPOP ergänzt. Die Karte wurde mit einem dottergelben Tonpapier gemattet und auf ein Stück Musterpapier geklebt, das die Kreise aufgreift.

Material:
Acrylfarben Crelando 12-Set (Lidl)
weißer Karton, Tonpapier, Musterkarton
Buchstabenstempel Hero Arts
weißes und schwarzes StazOn-Stempelfarbe (Tsukineko)
Gummiwalze von Ranger

Samstag, 15. August 2015

Aus eins mach drei

Wie vielseitig einsetzbar Stempel sind, möchte ich an diesem Beispiel zeigen. Der komplette Hintergrund des Kirmesplatzes wurde mit einem einzigen Stempel gefertigt, der jeweils in Teilen abgestempelt und ein wenig mit Strichen ergänzt wurde (Stempelfarbe: Potting Soil Archival Inks) . Den Rest der Illusion übernimmt die unterschiedliche Colorierung.


Und hier der komplette Stempel aus einem Zweier-Set "Carousel" von Pergamo: 
Pferd und Mädchen sind ein Stempel von Gorjuss, die ich mit Jet Black StazOn gestempelt habe. Coloriert wurden das Bild komplett mit Tchibo Tuschestiften und Tombows.


Fuchia und Fuchs

Es wird Herbst... und ich konnte endlich mal meinen neuen Fuchsstempel ausprobieren.

Für die erste Karte "Fuchsia" (im gleichnamigen Farbschema) habe ich zwei Designpapierreste (Aldi) verwendet, den Stempel von Rico Design und den Schriftstempel von Stampin' up.  Gestempelt wurde mit Versa Magic Dew Drops (Red Magic)-Stempelfarbe, die einen matten Abdruck ergibt.






Die zweite Karte entstand auf Aquarellpapier von Folia (und einfachem Bürokarton in Grün) mit einem Hintergrund aus der Textur-Form "Scattered Leaves" von Ranger, die Farben sind Rex Gelmalstifte Neon (Aldi) Diese Stifte entsprechen bis ins Detail den Marabu Art Crayons und eigenen sich sehr gut zum Stempeln und Schablonieren. Die werde ich bestimmt noch öfter vorführen.
Der Fuchs wurde ebenfalls mit Versa Magic (s.o) gestempelt.


Dienstag, 14. Juli 2015

Klecks als Kleid!


So ein Klecksdesign wollte ich immer schon mal ausprobieren und der offene Stempel eignete sich hervorragend dazu. 


Farben: rot und Blau - Aquarellfarbe (Lukas), Haut und Haar - Tchibo Indian Ink-Stifte
Stempel: Satoro.
Stempelabdruck: Archival Ink Potting Soil (Ranger)
Spruch: "Dann mach ich mir 'nen Klecks als Kleid - und find es wunderbar!" Eigenes Computerdesign

Freitag, 26. Juni 2015

Tipps und Tricks zur Kartengestaltung 2


Teil 2 (für den ersten Teil des Beitrags einfach runterscrollen)



Anordnung
Bei der Kartengestaltung eignen sich etwa einfache geometrische Formen als gute Vorlage. Man kann die Elemente selbst vor dem Hintergrund in geometrischer Form anordnen oder auf einer geometrischen Grundform arrangieren und erst dann auf den Hintergrund setzen, um festzulegen, wie der Blick gelenkt wird.
 Ich benutze sehr gerne den »Kreis« als Grundform, oder bei rechteckigen Projekten ensprechend das Oval. Neben zentralen Formen dienen lange, schmale Elemente als Richtungsweiser. Ein Motiv leitet dabei zum nächsten über - zB. von links oben nach rechts, dann nach unten und wieder links hinauf. Es gibt auch die »Zielscheibe« (Hauptelement ganz zentral, der Rest konzentrisch angeordnet), die Sanduhr, das Dreieck ... und das auf der Spitze stehende Dreieck, das wiederum das stilisierte Gesicht zeigt.
Für eine Clean and Simple-Karte ist so eine graphische Grundform eigentlich immer empfehlenswert. Es lassen sich auch zwei gleichstarke Elemente durch einen Schriftzug verbinden wie bei einem H. Eine schräge Teilung ähnlich wie bei einem Wappen ist auch eine von vielen Möglichkeiten.
Bedenken sollte man nur eines: insgesamt muss die Komposition ausgewogen sein, starke Elemente und Farben sollten immer ausgeglichen werden oder sehr zentral stehen. Man stelle sich einfach vor, dass die Einzelteile reales Gewicht besitzen, je mehr, desto größer, zahlreicher und je dunkler sie sind. Überlegt man dann, wie es wäre, die Karte wie ein Serviertablett zu tragen, merkt man schon, wo es unausgewogen ist.
Aber Vorsicht, es genügt nicht, alles streng gleichmäßig mit dem Lineal zu verteilen. Eine Gruppierung von drei oder fünf Streuelementen auf einer kleinen Fläche konzentriert sieht besser aus. Es sei denn natürlich, es soll ein exaktes Muster entstehen.
Für sehr füllige 3D-Karten mit vielen Stanzelementen kann man sich sogar an Floristik- oder Ikebana-Gestecken orientieren. Das richtige Verhältnis von lang zu kurz und groß zu klein zu finden, sowie die entsprechende Farbwahl, ist wieder eine ganz eigene Kunst.

Rahmen / Matte / Passepartout
Im richtigen Rahmen wirkt alles gleich nochmal so schön. Eine kontrastfarbige Umrandung hebt die zentrale Fläche hervor, Ton in Ton wirkt harmonisch und eine aus dem Motiv aufgegriffene Farbe verleiht dem optischen Gesamteindruck Stabilität.
Bei einer Karte einfach das fertig zusammengestellte und colorierte Motiv auf ein passendes Stück leicht überlappenden Tonkarton oder Designpapier aufkleben (Aufleger oder Matte genannt) und dieses am besten noch einmal auf einen etwas größeren Kartenrohling kleben. Dieser Dreiklang wird als besonders harmonisch empfunden. 3D-Pads sorgen bei Bedarf zusätzlich für Abstand und bringen auch Schatten in die Gesamtkomposition.
Das kleine Aquarell ist nur 5,5 x 5,5 cm groß
Je breiter der Rahmen im Verhältnis zum Motiv ist, desto dominanter wirkt die Umrandung, abhängig natürlich auch immer vom Farbton. Aber damit kann man auch tricksen und das Gegenteil erreichen. Durch die entsprechende Farbwahl, lässt sich ein kleines Motiv sogar optisch vergrößern, wenn man die verwendeten Farben aufgreift und so eine Art Guckkasten-Effekt schafft. Der braune Kartenrohling nebenan hat das Format A7 (ein Reststück),
Ist euer Aufleger mit dem Motiv zu groß, um doppelt zu matten, könnt ihr auch einfach einen dünnen Rahmen sauber darauf einzeichnen bzw vorsichtig die Kante des Motivblattes mit dem Stempelkissen einfärben. Das Papier saugt je nachdem ca. einen halben Millimeter der Farbe auf.

extra schief
Der breiteste Bereich eines durch Mattung geschaffenen Rahmens sollte übrigens unten liegen. Ideal ist es, wenn beide seitlichen Ränder und die obere Kante gleich breit sind und der untere Teil um ca. 30 - 50 % breiter ausfällt. Beispielsweise wie bei einem Polaroid-Rahmen.
Durch Rahmen oder Matte geschaffenen Linien müssen auch nicht immer parallel sein. Ruhig auch mit leicht gekippten Formen experimentieren. Möchte man die strenge Umrandung auflockern, kann man ein Element pfiffig über den Rand ragen lassen - z.B. eine Feder, eine einzelne Blume oder einen Haarzopf. 



Und nach der ganzen Theorie noch ein wenig Praxis:

Zeichnerische Trickkiste
Für Motive, die über reines Stempeln oder die Arbeit mit Schablonen hinausgehen: Bleistift von Vorskizzen usw. immer gründlich wegradieren - er arbeitet sich im Laufe der Zeit auch unter deckender Wasserfarben hervor und ist andererseits auch unter dem wässrigsten Aquarell, einmal übermalt, schwer wieder zu entfernen. Nur einen sehr weichen Radierer und Bleistift (Härtegrad B) verwenden und nicht zu feste aufdrücken - Furchen im Papier sieht man immer noch.
Eine dünne Linie wirkt leicht krakelig. Besser, man greift zu einem dickeren Stift, der einen gleichmäßigeren Strich hat.
Und noch ein Hinweis, den ich einem Mathematiklehrer verdanke:
Bögen und Kreise immer so zeichnen, dass sie der Biegung der Hand folgen und von außen nach innen und von oben nach unten laufen. Den Stift ziehen, niemals schieben.

 Auch wenn dies kein Tutorial zum einfachen Nachbasteln einer Vorlage ist, hoffe ich, es hat Spaß gemacht und vielleicht sogar ein wenig vermittelt.  Das würde mich jedenfalls freuen.
Und ganz wichtig: Trotz einiger Grundregeln existieren eine Unmenge Varianten, so dass für jeden Geschmack und jeden Anlass eine gestalterische Lösung gefunden werden kann.