Basteln macht Spaß, ist kreativ und muss nicht teuer sein. Vor allem mit Stempeln, Farbe und Papier lassen sich unzählige Ideen umsetzen. Inspiration finde ich in schönen Motiven, zufälligen Fundstücken wie Papierresten (z.B. von Geschenkpapier) und der bewussten Beschränkung von Design und Materialien. Bastelt doch mit! Jede Schublade und jeder Schrank bietet ein paar Schätze, denen man auf kreative Weise neues Leben einhauchen kann und die zum Wegwerfen viel zu schade sind.
Donnerstag, 6. Februar 2014
Valentinskarte ohne Herzchen (aber trotzdem süß)
Kakao-Schriftzug-Stempel (Kaleidoskop)
Kleiner Kussmund (Bärbel Born)
Embossingkissen, klar
Color Box Cacao
Goldener und klarer Sternenstaub
Goldenfarbenes Washi-Tape
Buttons Galore (Medallion square)
Die Karte eignet sich durch die dezente Farb- und Motivahl auch für den Mann von Welt oder natürlich die beste Freundin. Oder anderen, denen man am Valentinstag eine Freude machen möchte, ohne gleich in herzige Liebesschwüre auszubrechen. Das Thema ist Kakao (wie ja auch im Kästchen oben zu lesen ist).
Grundlage ist Tonkarton aus dem Discounter in Weinrot. Das Passepartout darauf stammt von einer Umverpackung (Giotto 4er-Pack - Geschmacksrichtung Kakao), geschnitten mit der Schneideschablone von X-Cuts. Der fein gewellte Karton ist dünn, aber fest und das Schneiden funktionierte daher tadellos. Da der Rand an der Stelle durch die gebogene Verpackung von vorneherein etwas zerknittert war (aber ich brauchte halt ein Stück ohne Firmenaufdruck), mache ich diesen Teil mit einem Washi-Tape einfach unkenntlich.
Weil die Karte doch recht schlicht ist, habe ich noch Brads (Zierklammern) in die Ecken gesetzt. Da die rechte Kante ohnehin vom Tape (bzw dem Präsent) verdeckt wird, ist das zwar theoretisch nicht nötig, aber ein symmetrische Betonung aller vier Ecken sieht halt besser aus.
Oder man macht aus der Not eine Tugend und verknüpft das gleich mit einer kleinen Überraschung, die diese Stelle gezielt verdeckt. Etwa ein edler Schokoriegel, ein Lippenbalsam-Stift mit echter Kakaobutter oder ein Schokostick zum Einrühren in warme Milch. Theoretisch kann man auch ein Mini-Schokoladentäfelchen in das Fenster setzen, so dass die Schrift erst nach dem Naschen erscheint.
Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist, was der Geldbeutel so hergibt, und was annähernd die richtige Form und Größe hat. Karte und Geschenk zusammen überbringen dann die süße Botschaft.
Das aufgesetzte Element unten habe ich übrigens ebenfalls aus der Giotto-Packung geschnitten (das Motiv wird oben am Rand der Karte wiederholt), zweimal mit Color Box 'Cacao' bestrichen und jedesmal klar embosst, bis es an eine Kakaobohne erinnert.
Die Karte ist insgesamt eher zurückhaltend und sogar die Kussmünder (hat sie jemand im Fenster zwischen dem Schriftzug entdeckt?) sind unaufdringlich, weil man sie einfach für Kakaobohnen halten kann. ;-)
Sonntag, 26. Januar 2014
Es wird schillernd
Heute jage ich einen Schwarm Pfauen durch den ansonsten grauen Januar. Ich liebe Pfauenfederfarben und schillernde Effekte und beides lässt sich in meinen Augen hervorragend kombinieren.
Der weiße Pfau (Albinopfauen gibt es übrigens wirklich) stammt von LaBlanche, die kleine Pfauenfeder von Small Stamps, vor allem die Feder habe ich schon recht häufig verwendet.
Embossingpulver (alle Stampendous), weiß: Detail White. PearLustre: Tanzanite und Moonstone (wobei man sagen muss, dass gerade letzteres sehr unangenehm riecht, aber interessante Effekte ergibt, weil es auf dunklem Hintergrund eher mattgold, auf hellem aber eher silbern erscheint).
Auf metallisiertem blauem Karton gestempelt und auf blauem Tonpapier aufgeklebt, und noch einige Akzente in die "Augen" mit irisierendem Glitterglue von Rayher gesetzt.
Nachdem die Stempel schon mal hervorgekramt waren, habe ich gleich noch ein Hintergrundpapier gestempelt:
Die Farben sind Artnics in Peacock und Aqua, die dunklen Federn wurden mit Archival Ink von Ranger (Cobalt) gestempelt, da ich die noch mit Twinkling H2O's ausgemalt habe. Die winzigen Kreise sind Moonstone-embosst (s. o.) und mit der Perfect Pearls- Nuance Mint ausgemalt: Fast zu schön, zum verbasteln...
Nun noch eine gemalte Pfauenfeder (Twinkling H2O's, bei der ich mich an einer Schablone von Heike Schäfer orientiert habe. Nachdem ich mit der Größe des Auges nicht so recht zufrieden war, habe ich an der mittleren Fläche noch länger rumgemalt, dann alles eingenebelt und schnell mit einem Löschblatt die Farbe abgenommen (quasi einen Abzug gemacht) - und beides direkt verarbeitet (und mit Glitterglue, s.o dekoriert). Als Bild selbst bin ich nicht überzeugt, aber als Kartendeko finde ich das dann doch beides recht hübsch.
Vielleicht kommt noch ein bisschen Gold dazu, um den "Abzug" noch weiter aufzupeppen. Gold und Blau, das geht immer!
Und hier noch ein Nachtrag:
Feder (Small Stamps)
Kreise: Spitzendeko (clear stamps)
Häkelkreis Doilie (cArtUs)
Jugendstil-Rahmen (Kaleidoskop-Motivstempel)
Orientalischer Fenster-Rahmen (Curtis Nike)
Papierblumen
Masking Tape (Tschibo)
Stempelkissen: Vivid braun
Color-Box Scarlett
Impress Camel
In den "Fenstern" sind Schrumpfplastik-Pfauenfedern drin. Die waren sonst viel zu groß (siehe oben).
Das Schrumpfplastik mit StazOn oder einer anderen auf glattem Material trocknenden Farbe bestempeln, mit Dauerfarben colorieren und nach dem Trocknen mit dem Heißluftgerät bearbeiten, um es zu verkleinern. Leider ist die Schrumpfung nicht immer gleichmäßig , wie man vor allem oben sehen kann.
Der weiße Pfau (Albinopfauen gibt es übrigens wirklich) stammt von LaBlanche, die kleine Pfauenfeder von Small Stamps, vor allem die Feder habe ich schon recht häufig verwendet.
Embossingpulver (alle Stampendous), weiß: Detail White. PearLustre: Tanzanite und Moonstone (wobei man sagen muss, dass gerade letzteres sehr unangenehm riecht, aber interessante Effekte ergibt, weil es auf dunklem Hintergrund eher mattgold, auf hellem aber eher silbern erscheint).
Auf metallisiertem blauem Karton gestempelt und auf blauem Tonpapier aufgeklebt, und noch einige Akzente in die "Augen" mit irisierendem Glitterglue von Rayher gesetzt.
Nachdem die Stempel schon mal hervorgekramt waren, habe ich gleich noch ein Hintergrundpapier gestempelt:
Die Farben sind Artnics in Peacock und Aqua, die dunklen Federn wurden mit Archival Ink von Ranger (Cobalt) gestempelt, da ich die noch mit Twinkling H2O's ausgemalt habe. Die winzigen Kreise sind Moonstone-embosst (s. o.) und mit der Perfect Pearls- Nuance Mint ausgemalt: Fast zu schön, zum verbasteln...
Nun noch eine gemalte Pfauenfeder (Twinkling H2O's, bei der ich mich an einer Schablone von Heike Schäfer orientiert habe. Nachdem ich mit der Größe des Auges nicht so recht zufrieden war, habe ich an der mittleren Fläche noch länger rumgemalt, dann alles eingenebelt und schnell mit einem Löschblatt die Farbe abgenommen (quasi einen Abzug gemacht) - und beides direkt verarbeitet (und mit Glitterglue, s.o dekoriert). Als Bild selbst bin ich nicht überzeugt, aber als Kartendeko finde ich das dann doch beides recht hübsch.
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| Pfauenfeder (nach Heike Schäfer) |
'![]() | |
Abzug' der Feder |
Und hier noch ein Nachtrag:
Feder (Small Stamps)
Kreise: Spitzendeko (clear stamps)
Häkelkreis Doilie (cArtUs)
Jugendstil-Rahmen (Kaleidoskop-Motivstempel)
Orientalischer Fenster-Rahmen (Curtis Nike)
Papierblumen
Masking Tape (Tschibo)
Stempelkissen: Vivid braun
Color-Box Scarlett
Impress Camel
In den "Fenstern" sind Schrumpfplastik-Pfauenfedern drin. Die waren sonst viel zu groß (siehe oben).
Das Schrumpfplastik mit StazOn oder einer anderen auf glattem Material trocknenden Farbe bestempeln, mit Dauerfarben colorieren und nach dem Trocknen mit dem Heißluftgerät bearbeiten, um es zu verkleinern. Leider ist die Schrumpfung nicht immer gleichmäßig , wie man vor allem oben sehen kann.
Mittwoch, 8. Januar 2014
Wie aus kleinen Pannen eine Entdeckung wird.
Kürzlich beim Restebasteln (da verarbeite ich all die kleinen Stücke und Schnippsel, die beim Kartenbasteln um die Weihnachtszeit angefallen sind, und die vielleicht nicht 100 % gelungen sind oder noch etwas 'Feinschliff' bzw einen neuen Kontext benötigen).
Materialien:
weißer Postkartenkarton, gefärbt mit Distress Ink Tea Dye-Nachfüller (Ranger)
Impress Tinten-Stempelkissen Camel
Impress Nachfüller Camel
Embossing-Kissen
Streifen schwarzer Glanzkarton
Stück metallisierter Design-Karton (The Luxary Stack)
Papierrest, mit Twinkling H2O's Solar Gold beglittert
Sternenstaub Gold
Alle Stempel von Kaleidoskop-Motivstempel:
Stern Kontur, Dunkler Stern, Bunte Kerze, Schriftzug
Ich hatte (mal wieder - Seufz!) vergessen, den Untergrund entsprechend zu präparieren (weil mir die zündende Idee erst zu spät kam), und daher die Sterne erst nach dem Aufkleben des Mittelstücks aufgestempelt. Und natürlich war genau das ein Problem, weil der große Stempel nun nicht mehr bündig an der rosa Pappe abschloss, sondern zwei Millimeter vorher abbrach und somit den räumlichen Effekt total ruinierte. Abmachen ging auch nicht mehr, weil sonst die Pappe gerissen wäre, und es alles Unikate waren. Nun war guter Rat teuer - aber dann hatte ich eine Idee.
Ich habe den ältesten Billigfilzstift aus einem Mäppchen im hintersten Winkel des Schranks gezückt, ein Gelbton, der bei dem Mäppchen dabei und inzwischen bereits total ausgetrocknet war. Hinten habe ich die Kappe abgezogen (manche kennen das ja noch aus der Schule, wo man auf diese Weise 'Blasröhrchen' hergestellt hat) und den trockenen "Filz" herausgeschüttet. Das untere Ende des Röhrchens, sowie die Spitze des alten Stiftes habe ich mit Nachfülltinte für das Stempelkissen getränkt (2 oder 3 Tropfen genügten) und mit dem nun zum Stempelkissen passenden Farbton die Sterne bis an den Rand nachgemalt. Bueno!
Selbst wenn die Stempel-Tinte auf Dauer evtl die Kappilaren verstopfen sollte, für den Sofortgebrauch war der improvisierte Stift genau das richtige. Für etwas anderes wäre er ohnehin nicht zu gebrauchen gewesen (die Blasröhrchen mal abgesehen) Und er schrieb auch nach 10 Tagen noch tadellos, wie ich eben festgestellt habe.
Kürzlich beim Restebasteln (da verarbeite ich all die kleinen Stücke und Schnippsel, die beim Kartenbasteln um die Weihnachtszeit angefallen sind, und die vielleicht nicht 100 % gelungen sind oder noch etwas 'Feinschliff' bzw einen neuen Kontext benötigen).
Materialien:
weißer Postkartenkarton, gefärbt mit Distress Ink Tea Dye-Nachfüller (Ranger)
Impress Tinten-Stempelkissen Camel
Impress Nachfüller Camel
Embossing-Kissen
Streifen schwarzer Glanzkarton
Stück metallisierter Design-Karton (The Luxary Stack)
Papierrest, mit Twinkling H2O's Solar Gold beglittert
Sternenstaub Gold
Alle Stempel von Kaleidoskop-Motivstempel:
Stern Kontur, Dunkler Stern, Bunte Kerze, Schriftzug
Ich hatte (mal wieder - Seufz!) vergessen, den Untergrund entsprechend zu präparieren (weil mir die zündende Idee erst zu spät kam), und daher die Sterne erst nach dem Aufkleben des Mittelstücks aufgestempelt. Und natürlich war genau das ein Problem, weil der große Stempel nun nicht mehr bündig an der rosa Pappe abschloss, sondern zwei Millimeter vorher abbrach und somit den räumlichen Effekt total ruinierte. Abmachen ging auch nicht mehr, weil sonst die Pappe gerissen wäre, und es alles Unikate waren. Nun war guter Rat teuer - aber dann hatte ich eine Idee.
Ich habe den ältesten Billigfilzstift aus einem Mäppchen im hintersten Winkel des Schranks gezückt, ein Gelbton, der bei dem Mäppchen dabei und inzwischen bereits total ausgetrocknet war. Hinten habe ich die Kappe abgezogen (manche kennen das ja noch aus der Schule, wo man auf diese Weise 'Blasröhrchen' hergestellt hat) und den trockenen "Filz" herausgeschüttet. Das untere Ende des Röhrchens, sowie die Spitze des alten Stiftes habe ich mit Nachfülltinte für das Stempelkissen getränkt (2 oder 3 Tropfen genügten) und mit dem nun zum Stempelkissen passenden Farbton die Sterne bis an den Rand nachgemalt. Bueno!
Selbst wenn die Stempel-Tinte auf Dauer evtl die Kappilaren verstopfen sollte, für den Sofortgebrauch war der improvisierte Stift genau das richtige. Für etwas anderes wäre er ohnehin nicht zu gebrauchen gewesen (die Blasröhrchen mal abgesehen) Und er schrieb auch nach 10 Tagen noch tadellos, wie ich eben festgestellt habe.
Sonntag, 22. Dezember 2013
4. Advents-Special
Neues Leben für Verpackungsmaterial
Die Zeit bis Weihnachten ist nur noch kurz und das ist auch das Stichwort. Heute geht es kurz und knackig zur Sache.
Wenn zum Fest fertig verpackte Päckchen zB. vom großen Internet-Versender auf dem Gabentisch liegen, bleibt nach dem Auspacken der Taschenbücher, CD's oder DVD's noch Papier und ein Geschenkband übrig, das ohne Schleife einmal um die Papierkante geschlungen und dann verklebt wurde. Diese Satin-Bänder in hellgrau oder beige sind breit und haben eine hübschen Glanz, sind aber oft zu kurz, um damit noch einmal etwas zu verpacken, oder auch nur eine Schleife zu binden. Auch Reststücke von anderen Bändern fallen regelmäßig an.
Ich habe sie sonst gerne bestempelt und als Lesezeichen benutzt ... aber kürzlich ist mir dann doch noch eine Kartenverwendung eingefallen.
Die Bänder werden als Bauchbinde einmal um eine quergestellte Karte gelegt und hinten mit doppelseitigem Klebeband verklebt, das ergibt den Untergrund für fein bemalte und ausgeschnittete Motive. Hier als Beispiel zwei Schmetterlingskarten, die ich mit Twinkling H2O's coloriert habe, und die selbst auch dezent metallisch glitzern.
Für Winterkarten wären auch Schneemänner oder Schneflocken usw geeignet, oder auch nur einfache Muster.
Auch aus Verpackungspapier, das ja zur Weihnachtszeit häufig mit Gold und Silber geschmückt ist, kann man wunderschöne und ganz einfache Karten gestalten. Einen unzerknitterten Teil (oder ein Reststück) ohne Klebebandreste auswählen, ausschneiden und einfach auf die Karte packen. Als Hintergrund, oder schlichtes Motiv, im Beispiel unten kam noch ein gekaufter Glitzerstern drauf. Die Auswahl lenkt den Blick noch mal auf die nette Papierdeko, die im Auswickelwahn unterm Weihnachtsbaum oft einfach untergeht.
Viel Spaß bei der Bescherung - und beim anschließenden Basteln.
Ich wünsche allen wundervolle Feiertage!
Neues Leben für Verpackungsmaterial
Die Zeit bis Weihnachten ist nur noch kurz und das ist auch das Stichwort. Heute geht es kurz und knackig zur Sache.
Wenn zum Fest fertig verpackte Päckchen zB. vom großen Internet-Versender auf dem Gabentisch liegen, bleibt nach dem Auspacken der Taschenbücher, CD's oder DVD's noch Papier und ein Geschenkband übrig, das ohne Schleife einmal um die Papierkante geschlungen und dann verklebt wurde. Diese Satin-Bänder in hellgrau oder beige sind breit und haben eine hübschen Glanz, sind aber oft zu kurz, um damit noch einmal etwas zu verpacken, oder auch nur eine Schleife zu binden. Auch Reststücke von anderen Bändern fallen regelmäßig an.
Ich habe sie sonst gerne bestempelt und als Lesezeichen benutzt ... aber kürzlich ist mir dann doch noch eine Kartenverwendung eingefallen.
Die Bänder werden als Bauchbinde einmal um eine quergestellte Karte gelegt und hinten mit doppelseitigem Klebeband verklebt, das ergibt den Untergrund für fein bemalte und ausgeschnittete Motive. Hier als Beispiel zwei Schmetterlingskarten, die ich mit Twinkling H2O's coloriert habe, und die selbst auch dezent metallisch glitzern.
Für Winterkarten wären auch Schneemänner oder Schneflocken usw geeignet, oder auch nur einfache Muster.
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| Schmetterlingsstempel von Heindesign |
Viel Spaß bei der Bescherung - und beim anschließenden Basteln.
Ich wünsche allen wundervolle Feiertage!
Sonntag, 15. Dezember 2013
3. Advents-Special
Weihnachtszeit ist Geschenke- und Verpackungszeit. Wie ich ja früher bereits ausgeführt habe, sind Verpackungen gelegentlich eine Goldgrube für Bastler, was vor allem für Parfüm, Pralinen und Körperpflegemittel der gehobenen Preisklasse gilt.
Oft, aber nicht immer, wie meine ersten Beispiele zeigen:
Auf einer Packung skandinavischer Schaumküsse (das Original ist leider schon längst im Altpapier) entdeckte ich eine hübsche Abbildung eines roten Häuschens, wie man es sonst gerne auf dem Cover von Schwedenkrimis findet. Zuerst das einfache Modell mit ausgeschnittenem Motiv.
Darunter die komplexere Variante mit Originalverpackungsfenster, in das ich noch einen Leuchtturm von einem Stempel montiert habe. Auf die Folie kamen mit Acrylfarben (vom Zinnfigurenbemalen übriggeblieben) noch einige gestempelte Wellen, über die Schrift zur Kaschierung des Markenaufdrucks noch eine über den Daumem gepeilte, schwedische Flagge und fertig war die Karte für den Skandinavien-Fan.
Goldglitzernd geht es weiter.
Hier einige goldige Innen-Verpackungen die man als Untergrund, Hintergrund oder zum Ausstanzen von Sternen etc prima verwenden kann. Beispiele kann ich leider nur eins bieten ...
Die Wabe stammt von einem Lebkuchen-Päckchen und ist aufwendig mit Gold und Spotlack verziert, was einen Glanz/Matt-Effekt erzeugt.
Den inneren Kreis mit dem Namen des Gebäcks habe ich von einem weihnachtlichen Mistelkranz verdeckt (eine große Schneeflocke bzw ein Stern sehen aber auch hübsch aus), in das noch ein kleiner Christbaum kam, der von Goldfarbe eingerahmt wird. Das Ganze dann (wie in diesem Fall) auf einfache schwarze Pappe, Goldpapier oder edler Metallic-Karton geklebt, mit Washi-Tape eingerahmt und noch einen Weihnachtsgruß oder Schriftzug. Fertig ist die noble Karte.
Mit den kleinen Schnippseln, die vom Basteln übrig bleiben, kann man auch sehr gut Mosaik-Karten gestalten. Ich habe meine letzte leider bereits verschenkt, ehe ich sie scannen konnte. Den Umriss des Motivs am besten mit Bleistift vorzeichnen und dann mit den Streifen und Dreiecken ausfüllen. Ein bisschen wie Tetris.
Schließlich noch eine Kräuterfee von einer Pfefferminztee-Packung, die zu nett aussah, um einfach im Altpapier zu landen. Die wird eine nette Frühlings- oder Feenkarte schmücken.
All das sind natürlich nur Anregungen, doch es lohnt sich, ein Auge für Motive und Material zu entwickeln, das man nicht extra kaufen und nicht nur wegwerfen muss.
Weihnachtszeit ist Geschenke- und Verpackungszeit. Wie ich ja früher bereits ausgeführt habe, sind Verpackungen gelegentlich eine Goldgrube für Bastler, was vor allem für Parfüm, Pralinen und Körperpflegemittel der gehobenen Preisklasse gilt.
Oft, aber nicht immer, wie meine ersten Beispiele zeigen:
Auf einer Packung skandinavischer Schaumküsse (das Original ist leider schon längst im Altpapier) entdeckte ich eine hübsche Abbildung eines roten Häuschens, wie man es sonst gerne auf dem Cover von Schwedenkrimis findet. Zuerst das einfache Modell mit ausgeschnittenem Motiv.
Darunter die komplexere Variante mit Originalverpackungsfenster, in das ich noch einen Leuchtturm von einem Stempel montiert habe. Auf die Folie kamen mit Acrylfarben (vom Zinnfigurenbemalen übriggeblieben) noch einige gestempelte Wellen, über die Schrift zur Kaschierung des Markenaufdrucks noch eine über den Daumem gepeilte, schwedische Flagge und fertig war die Karte für den Skandinavien-Fan.
Goldglitzernd geht es weiter.
Hier einige goldige Innen-Verpackungen die man als Untergrund, Hintergrund oder zum Ausstanzen von Sternen etc prima verwenden kann. Beispiele kann ich leider nur eins bieten ...
Die Wabe stammt von einem Lebkuchen-Päckchen und ist aufwendig mit Gold und Spotlack verziert, was einen Glanz/Matt-Effekt erzeugt.
Den inneren Kreis mit dem Namen des Gebäcks habe ich von einem weihnachtlichen Mistelkranz verdeckt (eine große Schneeflocke bzw ein Stern sehen aber auch hübsch aus), in das noch ein kleiner Christbaum kam, der von Goldfarbe eingerahmt wird. Das Ganze dann (wie in diesem Fall) auf einfache schwarze Pappe, Goldpapier oder edler Metallic-Karton geklebt, mit Washi-Tape eingerahmt und noch einen Weihnachtsgruß oder Schriftzug. Fertig ist die noble Karte.
Mit den kleinen Schnippseln, die vom Basteln übrig bleiben, kann man auch sehr gut Mosaik-Karten gestalten. Ich habe meine letzte leider bereits verschenkt, ehe ich sie scannen konnte. Den Umriss des Motivs am besten mit Bleistift vorzeichnen und dann mit den Streifen und Dreiecken ausfüllen. Ein bisschen wie Tetris.
Schließlich noch eine Kräuterfee von einer Pfefferminztee-Packung, die zu nett aussah, um einfach im Altpapier zu landen. Die wird eine nette Frühlings- oder Feenkarte schmücken.
All das sind natürlich nur Anregungen, doch es lohnt sich, ein Auge für Motive und Material zu entwickeln, das man nicht extra kaufen und nicht nur wegwerfen muss.
Samstag, 7. Dezember 2013
2. Advents-Special
Stempel selbstgemacht.
Aus Moosgummi lassen sich leicht selbst Stempel schneiden, vor allem flächige wie Herzen, Sterne, Kreise etc. Manchmal braucht man eben auf die Schnelle ein ganz bestimmtes Motiv.
Als ich letztens einen Schwung gebrauchter Stempelkissen ersteigert habe, war auch eine Shadow Ink (Hero) darunter, die als Untergrund für verschiedene Techniken geeigent ist. Ich geriet in Experimentierlaune aber mir fehlte ein flächiger Stempel. Da habe ich mich an das Moosgummi erinnert, das noch in der Schublade vor sich hin träumte und mit einer Bütten-Motivschere einfach ein Rechteck herausgeschnibbelt. Mit der Motivschere aus dem einfachen Grund, weil ein unregelmäßiger Rand für den Zweck besser geeignet ist, als ein scharf gezogener.
Und so einen Hintergrund kann man damit machen:
Bereits weitaus früher habe ich mich an die Verstempelung einer Elbenbrosche gemacht. Ich liebe das Design der Broschen (bekannt aus dem »Herr der Ringe«-Film) und habe das deswegen einfach mal ausprobiert. Hier der mit Candy Green und Silber embosste Abdruck meines ersten selbstgeschnitzten Stempels (Kartoffeldruck-Teile aus der Grundschule mal außer Konkurrenz) und ein einfacher Abdruck.
Dazu gehört natürlich auch der Eine Ring ... ja, ich bin halt Tolkien-Fan.
Im Sommer saß ich an einigen maritimen Motiven und brauchte noch einen Seestern. Das war auch rasch erledigt, siehe unten.
Die Machart ist überall die gleiche. Ein Motiv wird mit Folienschreiber auf dünnes Moosgummi übertragen. Ausschneiden und dann mit einem feinen Messer oder einem sonstigen scharfen Gegenstand noch feinere Muster in die oberste Schicht kerben. Aber vorsichtig, möglichst nicht ganz durchtrennen. Danach entweder mit Zellkautschuk auf einen Holzklotz (Holz-Bausteine sind gut geeignet, oder zersägte Dachlatten – habe ich mir sagen lassen) oder mit Montageschaum für die Benutzung durch einen Acrylklotz vorbereiten.
Wenn man nichts davon im Haus hat, geht wahrscheinlich auch eine weitere Moosgummischicht als Zwischenträger. Wichtig ist nur die rasche Reinigung (das Moosgummi saugt halt und Tusche haftet besonders gut) und dann ausreichend Trockenzeit.
Und noch ein Zufallsmodell. In einem Schnipsel (Reststück vom Ausschneiden eines anderen Motivs) erkannte ich plötzlich einen Hirschkopf im Profil. An der einen Ecke gekürzt und auf Moosgummi übertragen, wurde daraus folgender Stempel (unten, obere Reihe links). Aber so ganz zufrieden war ich noch nicht.
Daher habe ich Bambi aus einem Moosgummifetzen noch eine weitere Geweihstange spendiert.
Probiert es einfach selbst mal aus.
Stempel selbstgemacht.
Aus Moosgummi lassen sich leicht selbst Stempel schneiden, vor allem flächige wie Herzen, Sterne, Kreise etc. Manchmal braucht man eben auf die Schnelle ein ganz bestimmtes Motiv.
Als ich letztens einen Schwung gebrauchter Stempelkissen ersteigert habe, war auch eine Shadow Ink (Hero) darunter, die als Untergrund für verschiedene Techniken geeigent ist. Ich geriet in Experimentierlaune aber mir fehlte ein flächiger Stempel. Da habe ich mich an das Moosgummi erinnert, das noch in der Schublade vor sich hin träumte und mit einer Bütten-Motivschere einfach ein Rechteck herausgeschnibbelt. Mit der Motivschere aus dem einfachen Grund, weil ein unregelmäßiger Rand für den Zweck besser geeignet ist, als ein scharf gezogener.
Und so einen Hintergrund kann man damit machen:
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| Baumstempel Hayride-Set (Inkadinkado) |
Bereits weitaus früher habe ich mich an die Verstempelung einer Elbenbrosche gemacht. Ich liebe das Design der Broschen (bekannt aus dem »Herr der Ringe«-Film) und habe das deswegen einfach mal ausprobiert. Hier der mit Candy Green und Silber embosste Abdruck meines ersten selbstgeschnitzten Stempels (Kartoffeldruck-Teile aus der Grundschule mal außer Konkurrenz) und ein einfacher Abdruck.
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| Im Original viel schöner... |
Dazu gehört natürlich auch der Eine Ring ... ja, ich bin halt Tolkien-Fan.
Im Sommer saß ich an einigen maritimen Motiven und brauchte noch einen Seestern. Das war auch rasch erledigt, siehe unten.
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| meine selbstgeschnitzten Stempel in Aufsicht |
Wenn man nichts davon im Haus hat, geht wahrscheinlich auch eine weitere Moosgummischicht als Zwischenträger. Wichtig ist nur die rasche Reinigung (das Moosgummi saugt halt und Tusche haftet besonders gut) und dann ausreichend Trockenzeit.
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| Zufallsfund - so sah er zuerst aus. |
Daher habe ich Bambi aus einem Moosgummifetzen noch eine weitere Geweihstange spendiert.
Probiert es einfach selbst mal aus.
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